Der alte jüdische Friedhof
Der älteste, heute nicht mehr existierende Friedhof, wurde im Jahre 1814 südlich des heutigen Stadtzentrums im Johannistal gegründet. Er ist heute durch Kliniken der Universität Leipzig überbaut. Dieser Friedhof hatte bis 1864 Bestand und wurde im Jahre 1936 durch Anordnung der Gemeinde aufgelöst. Die Gebeine und einige der Grabsteine wurden auf den Friedhof an der Delitzscher Straße gebracht.
Ab 1864 wurde der “Alte Jüdische Friedhof“ an der Berliner Strasse gegründet. Er wurde bis 1928 genutzt und weist acht Begräbnisfelder mit einer Abteilung von Kindergräbern, aber auch große monumentale Steine und Begräbnishäuser auf. Eine Wiese im linken Teil des Friedhofs wurde bis in das Jahr 1944 als –verbotener- Spielplatz für jüdische Leipziger Kinder benutzt, da ihnen die Benutzung von öffentlichen Spielplätzen verboten war.
Der Friedhof wurde während der NS-Zeit geschändet, viele Grabsteine zerstört und entwendet. An die nicht mehr vorhandenen Grabsteine erinnern, soweit man die Lage der Gräber noch bestimmen konnte, kleine Bronzewürfel mit den Namen der verstorbenen Personen.
Der alte Friedhof Berliner Strasse
Fotos: G&W Heumann
Literatur
http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdische_Gemeinde_Leipzig
http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdische_Gemeinde_Leipzig
http://www.juedischesleipzig.de/deutsch/download/juden_in_leipzig.pdf
Steffen Held, Die Leipziger Stadtverwaltung und die Deportation der Juden im NS – Staat, Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, 2008
http://juden-in-sachsen.de/files/stadtfuehrer.pdf
http://www.alemannia-judaica.de/sachsen_friedhoefe.htm#Leipzig%20%28L%29
Brocke/Ruthenberg/Schulenburg S. 447-472: Juden in Leipzig. Eine Dokumentation Leipzig 1988.
Heinrich Magirius; Hanna Fiedler: Die Bau- und Kunstdenkmäler in Sachsen. Stadt Leipzig. Die Sakralbauten. Deutscher Kunstverlag, München 1995, Bd. 1
Brocke/Ruthenberg/Schulenburg Stein und Name. Die jüdischen Friedhöfe in Ostdeutschland, Institut Kirche und Judentum, Band 22, Berlin 1994
Autor: Wolfgang Heumann












