Juden in Homburg/Saar

Ruine der Synagoge
Ruine der Synagoge

Homburg, Kreisstadt des Saarpfalz-Kreises hat heute ca. 42 000 Einwohner. In der Vergangenheit gehörte die Stadt zu wechselnden Herrschaftsbereichen. Neben verschiedenen Herzogtümern kam sie zeitweise auch zum Königreich Bayern und auch unter französische Oberhoheit.
Die dauerhafte Niederlassung von Juden war seit dem Mittelalter von den jeweiligen Landesherren restriktiv gehandhabt worden. Erst unter französischer Herrschaft Ende des 18. Jahrhunderts genossen die Juden gleiche Rechte wie alle anderen Bürger. So kam es zu einer raschen Zunahme der jüdischen Bevölkerung. 1849 waren es 275 Personen jüdischen Glaubens, danach reduzierte sich die Anzahl wieder etwas und schwankte zwischen 150 und 200.
Bis zum Beginn der NS-Zeit waren die jüdischen Bürger voll in die städtische Gesellschaft integriert und ein angesehener wirtschaftlicher Faktor.
Nach der Angliederung des Saargebiets an  das Deutsche Reich im Jahre 1935 war die jüdische Bevölkerung jedoch den gleichen Schikanen und Verfolgungen ausgesetzt wie im übrigen Reich. Als Folge wanderten über 80 % der Juden ab, 1940 waren schließlich nur noch 16 Personen in der Stadt, die schließlich von den Nazis nach Gurs (Südfrankreich) deportiert wurden.
Die Gemeinde hatte seit 1862 eine Synagoge, wofür man die leerstehende ehemalige Franziskaner-Klosterkirche erworben und umgebaut hatte,. Sie wurde im November-Pogrom 1938 demoliert und später durch Bomben weiter zerstört. Die Ruine wurde mit einer Gedenktafel versehen.

 [ Die Synagogenruine von aussen                                         Tafel an der Ruine

 

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