Juden in Bad Kreuznach

In der Synagoge
Glaskunstwerk in der Synagoge von Bad Kreuznach

 

Die Kreisstadt Bad Kreuznach ist ein beliebter Kurort. Sie ist Sitz zahlreicher Behörden des Bundes und des Landes Rheinland-Pfalz. Ihre Einwohnerzahl liegt bei ca. 50 000 Bewohnern.

Juden sind schon im Mittelalter nachgewiesen. Einzelne Namen tauchen seit 1283 immer wieder auf. Obwohl die Pestpogrome von 1348/49 auch hier wüteten,  ließen sich nach einigen Jahren wieder einige Familien in Bad Kreuznach nieder. Erstmals nach dem 30-jährigen Krieg konnte sich eine größere Gemeinde bilden, doch schon Ende des 15. Jahrhunderts wird eine Judenschule erwähnt.. 1715 soll neine „Alte Synagoge“ existiert haben, die dann 1737 durch einen Neubau ersetzt wurde. Dieser war bis 1938 in Benutzung und wurde im November-Pogrom von den Nazis zerstört und später abgerissen.

Die Höchstzahl in Bad Kreuznach lebender Juden war zwischen 1880 und 1925 mit über 600 Personen zu verzeichnen, die meisten waren Geschäftsleute und in die lokale Gesellschaft gut integriert.
In der NS-Zeit reduzierte sich die jüdische Bevölkerung stark und war durch Wegzug, Auswanderung und schliesslich Deportation und Ermordung vollständig verschwunden.

Erst in den Nachkriegsjahren war wieder eine jüdische Kultusgemeinde entstanden. Im Jahre 2002 und somit nach 64 Jahren konnte die Gemeinde wieder eine eigene Synagoge einweihen. Eine ehemalige Kapelle der Amerikaner wurde entsprechend umgebaut.

Die nachfolgenden Bilder zeigen den Eingang der Synagoge und darüber die Stelle des Drillingsfensters. Hier wurde im März 2017 ein Glaskunstwerk eines bedeutenden Künstlers eingeweiht.

Hier die Niederschrift der Festansprache des Vorsitzenden des Vorstandes der Jüdischen Gemeinde Bad Kreuznach mit einer Würdigung des Ereignisses, des Künstlers und des Kunstwerkes selbst.

Der Eingang
Der Eingang zur Synagoge
Im Inneren
Im Inneren der Synagoge