Der Friedhof in Würzweiler

beim ehemaligen Friedhof
beim ehemaligen Friedhof


„Oberhalb der Rohrwiesen, am Hang, verborgen im Gestrüpp und unter einer dicken Moosschicht, der letzte sichtbare Nachweis des einstigen Judenfriedhofes von Würzweiler…“ (Mai 2006). So ist die Örtlichkeit in der Ortschronik von Willi Schattauer beschrieben. Er zitiert auch die Auflistung des Landeskommissariates Kirchheimbolanden, wo es heisst: “Die Juden von Würzweiler, welche Gemeinde in die Bürgermeisterei Gaugrehweiler gehört, begraben ihre Toten in dem Kerperschen Wald…“

Und er erwähnt ein Schreiben von 1880, das er im Landesarchiv  Speyer aufgefunden hat. Es besagt, dassss im Zuge eines Streitfalles herauskam, dass das Gelände des jüdischen Friedhofs Würzweiler damals einem Mann namens Schneider gehört habe. Dieser hatte es gegen Zahlung einer Gebühr pro Bestattung den „Israeliten“ zur Verfügung gestellt.

Der Friedhof war wohl bis 1925 in Benutzung.

Heute findet man noch einen einzigen Grabstein, dessen moosüberwachsene Inschrift in hebräischer Sprache noch entzifferbar ist. Er soll von 1735 datieren. Darüber hinaus soll 1992 ein Fragment eies Doppelgrabsteines gefunden worden sein.

 

Bilddokumente der letzten jüdischen Spuren

der Stein von 1735
Der Stein von 1735
der letzte Grabstein
der letzte Grabstein
das Gelände
Das Gelände
Stein im Dickicht
Stein im Dickicht
Fragmente
Fragmente
Fragmente
Fragmente