Jüdisches Leben in Wallhalben

Ludwig-Katzhaus Oberhausen
Das LudwigKatzHaus in Walh.-Oberhausen

 

Wallhalben ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz, die zusammen mit dem Nachbarort Oberhausen zur Verbandgemeinde Thaleschweiler-Fröschen-Wallhalben gehört.

Wegen der geographischen Nähe und den engen Verbindungen zwischen den Orten Wallhalben und Oberhausen werden diese hier zusammen dargestellt.

In Wallhalben haben Juden schon 1775 gelebt, in Oberhausen dagegen erst nach 1800. Später schlossen sie sich zu einer gemeinsamen Kultusgemeinde zusammen. Im Jahre 1800 zählte man 115 Juden. 1840 (oder 1859) baute man im Ortsteil Oberhausen eine gemeinsame Synagoge. Sie erwies sich jedoch bald als zu groß für die schrumpfende Gemeinde und wurde zeitweise nur noch partiell genutzt. Nach den Zerstörungen in der NS-Zeit musste sie wegen Baufälligkeit abgerissen werden.

Zu den gemeindeeigenen Einrichtungen zählte auch ein Ritualbad, das von einer eigenen Brunnenanlage gespeist wurde. Der Brunnen diente später dem Ort als Wasserversorgung.

In Oberhausen besass von 1904 bis 1940 der jüdische Viehhändler Ludwig Katz ein stattliches Wohnhaus. Es ist bis heute erhalten und trägt seinen Namen als Begegnungsstätte.

 

Besonderheiten in Oberhausen