Juden in Dortmund Hoerde

 

Auf dem Friedhof in Hoerde

Bereits zu Anfang des 16. Jahrhunderts lassen sich Juden in Hoerde, damals ein Dorf weit vor den Toren von Dortmund, nachweisen. Es waren aber stets nur einzelne Juden, die hier vorwiegend vom Handel lebten. Erst zum Ende des 18. Jahrhunderts gab es mehrere Familien und auch eine Synagoge oder ein Bethaus. Das kann man aus der Existenz eines Vorsängers schliessen. Eine erste sicher nachweisbare Synagoge wurde im Jahre 1900 nach erheblichen Querelen finanzieller und organisatorischer Art errichtet. Die Synagoge ist auf erhaltenen Fotos aufwändig gebaut und prächtig eingerichtet. Auch in den Folgejahren bis 1929 verbesserte man die Synagoge und stattete sie reichhaltig aus.

Bis 1933 vergrößerte sich die Gemeinde auf 400 Personen. Naben Schule und Mikwe wurden zahlreiche soziale Einrichtungen unterhalten.

Die Synagoge wurde 1938 zerstört. Die meisten Juden wurden auch in Hoerde erniedrigt, verfolgt, gequält und getötet.