Juden in Dortmund

 

 

Das Wappen von Dortmund - Wikipedia Gemeinfrei

Dortmund hat sich in frühester Zeit an der Kreuzung des Hellweges mit einem Handelsweg in West-Ost-Richtung, der den Rhein mit dem Sauerland, aber auch Polen und Russland verband, entwickelt. Mit der Kaiserpfalz und der Ernennung zur Reichsstadt erreichte Dortmund eine Blüte. Nach dem 30-jährigen Krieg lag  die Entwicklung lange Zeit am Boden. Dortmund war lange Zeit eine "Agrarbürgerstadt". Im 19. Jahrhundert entwickelte sie sich zur Industriestadt. Man kann Dortmund in dieser Zeit nicht besser als mit dem Schlagwort "Kohle,Stahl und Bier beschreiben. Im 20. jahrhundert wurde Dortmund von den Strukturkrisen des Ruhrgebietes geschüttelt. Erst langsam geht die Entwicklung hin zu einem Technologie- und Wissensstandort. Dortmund kämpft mit erheblichen sozialen Problemen seiner Bevölkerung.

Heute besteht die Stadt -Ausdehnung 30x15 km- aus etwa 90 eingemeindeten Flecken, Dörfern und Städten mit etwa 600.000 Einwohnern. Kennzeichnend ist, dass sich heute dichtbebaute Gebiete mit einzeln liegenden Dörfern abwechseln.

Juden haben in und um Dortmund immer eine wichtige Rolle gespielt. Hier haben sich zahlreiche jüdische Gemeinden gebildet, die sich jeweils anders entwickelt haben. 

Heute leben, nach den Morden der Shoah, wieder 6000 Juden in Dortmund.

Die alte Synagoge um 1900 * Wikipedia gemeinfrei

Die erste Erwähnung von Juden in Dortmund finden wir im Jahre 1074 in einem Privileg von König Heinrich dem IV. Eine sichere Ansiedlung ist im frühen 13. Jahrhundert beschrieben. Danach war es Juden einige Jahrhunderte verwehrt, im Ort zu wohnen. Beim Handel spielten Juden in der Hansestadt Dortmund eine wichtige Rolle. Erst im späten 19. Jahrhundert zogen sehr viele Juden in das Ruhrgebiet. Die Anzahl der Juden stieg im frühen 20. Jahrhundert in Dortmund auf etwa 3000 Personen an.

Juden nahmen wichtige politische Ämter wahr. Sie waren Bürgermeister, Abgeordnete und Ärzte. Sie spielten eine wichtige Rolle im sozialen Leben. Die Elementarschule, die jüdische Handwerkerschule und die Talmud-Thora-Schule waren bekannt.

Schon im Mittelater bestand eine Synagoge. Sie wurde im Jahre 1854, dann um 1900 neu und größer gebaut. Die Synagoge wurde bereits 1938 abgerissen. Auf dem Grundstück steht heute das Stadttheater.

Nach den Verfolgungen war die jüdische Gemeinmde fast ausgerottet. Heute besteht wieder -vorwiegend durch Zuzug aus der Sowjetunion, eine Gemeinde von fast 3000 Mitgliedern.