Juden in Orsoy

Die Synagoge von Orsoy

 

Orsoy ist eine kleine Stadt am linken Niederrhein. Ab 1361 lassen sich Juden am Ort nachweisen. Die Gemeinde kam über 60 Mitglieder nie hinaus. Es handelte sich bei den Gemeindemitgliedern überwiegend um sehr arme Juden. Durch die Landflucht waren um 1930 noch etwa 10 Mitglieder eine Familie am Ort.

Um 1860 wurde an der Seilerbahn eine Synagoge gebaut. Bis dahin wurde der Gottesdienst in einer Wohnung abgehalten. Vom ersten Weltkrieg an wurde die Synagoge als Wohnhaus genutzt, da man die erforderliche Anzahl der Gläubigen für den Gottesdienst nicht mehr zusammenbrachte. Im vorderen Teil der Synagoge war eine Lehrerwohnung untergebracht. Die Synagoge wurde 1938 im Innreren verwüstet.

Am Kuhdyk befand sich seit alters her der jüdische Friedhof.