Der Friedhof von Dornum

Ein sephardischer Grabstein

 

Im Jahre 1721 wurde der jüdischen Gemeinde ein Stück Land bei der "Lübben-Warft" als Friedhof verpachtet. Das war für die jüdische Auffassung einer ewigen Ruhe auf dem Friedhof nicht tragbar. Einige jahre später wurde der Friedhof gekauft.

Der Friedhof konnte bis 1938 genutzt werden. Die Unterlagen über die Belegung wurden im November 1938 öffentlich verbrannt. In der NS-Zeit wurde der Friedhof verkauft, die Grabsteine abgeräumt und zum Teil zerstört oder zweckentfremdet.

Nach dem Krieg sollte der Friedhof auf Anordnung der Alliierten wieder hergestellt werden. Es waren jedoch nur noch 36 Grabsteine vorhanden. Etwa 150 Grabsteine blieben verschwunden. Bei den jetzt vorhandenen Grabsteinen war eine Zuordnung zu den "richtigen" Gräbern nicht möglich.

Einige Grabsteine gehören sephardischen Gemeindemitgliedern. Sie liegen der sephardischen Tradition folgend auf den Gräbern. Der älteste Grabstein stammt aus dem Jahre 1721.