Der Friedhof von Krakow

 

Anfang des 19. Jh. hatte sich eine Gemeinde formiert, die 1820 ein Haus anmietete, in dem ein Betraum und eine Mikwe eingerichtet wurden, 1821 wurde angrenzend an den protestantischen ein eigener Friedhof angelegt, der im Verlauf des Jahrhunderts erweitert werden mußte. Der jüdische Friedhof liegt an der Plauer Chaussee, innerhalb des allgemeinen Friedhofes, und ist von diesem durch einen Jägerzaun und teilweise durch Hecken abgetrennt. Das Tor zu der gepflegten Anlage mit ca. 40-50 Grabsteinen ist unverschlossen. Unweit des Friedhofes, am Schulplatz, steht die ehemalige Synagoge, die die Gemeinde bereits 1921 aus Finanznot an die Stadt hatte verkaufen müßen, und die daher in der Pogromnacht unbeschädigt blieb. Sie wurde restauriert und dient seit einigen Jahren als Kultur- und Veranstaltungszentrum. 2019 wurde dort erstmals seit 99 Jahren wieder ein jüdischer Gottesdienst gefeiert.