Jüdisches Leben in Bad König

Eine jüdische Gemeinde besteht in Bad König, einem Dorf im südlichen Hessen, seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts. Im Laufe des 19. Jahrhunderts stieg die Zahl der Juden am Ort bis auf 86 Seelen an.

Am Ort befanden sich neben der Synagoge, die 1785 erbaut wurde, eine Schule und ein Ritualbad.

Dioe Juden verdienten ihr Geld als selbständige Händler, soweit sie nicht den armen "Landjuden" zuzuordnen waren.

Es gab am Ort mehrere Hotels und Pensionen, die koscheres Essen anboten.

Verfogungen und Entrechtungen führten zur Flucht in die Städte und ins Ausland. Die noch verbliebenen Einwohner wurden verschleppt und ermordet.

Im November 1938 wurde die Synagoge beschädigt und 1939 abgerissen. Heute erinnert ein Gedenkstein an den Bau.