Juden in Hadamar

 

 

Das Wappen von Hadamar - Wikipedia gemeinfrei

Die Stadt Hadamar liegt in Mittelhessen am Südrand des Westerwaldes. Bekannt ist die Stadt am ehesten durch die in der Nazi Zeit bestehende Heil- und Pflegeanstalt, in der behinderte Menschen getötet wurden.

Juden lassen sich um die Mitte des 17. Jahrhunderts im Ort nachweisen. Im Jahre 1841 wurde die Synagoge eingeweiht. Sie wurde 1938 zerstört, blieb aber aussen erhalten.

Die jüdischen Bürger wurden verfolgt, verschleppt und zum Teil getötet.

Auch ein besonders übles Stück nationalsozialistischer Politik ist die Heil- und Pflegeanstalt. Im Rahmen der Aktion T4 wurden behinderte Patienten, aber auch mißliebige Bürger, denen wegen abweichender Meinungen eine Geisteskrankheit unterstellt wurde, getötet. Besonders tragisch ist, dass diesen Menschen und ihren Familien bis etwa zum Jahre 2000 weiter Unrecht geschah, weil die Taten nicht verfolgt und die falschen Beurteilungen nicht aufgehoben wurden.