Der jüdische Friedhof von Neuruppin

 

„In Neu-Ruppin konnten sich - erstmals seit den Judenvertreibungen des 16. Jahrhunderts - wieder in den 1820er-Jahren Juden ansiedeln. Der jüdische Friedhof, der von der entstehenden jüdischen Gemeinde in Neuruppin angelegt wurde, liegt angrenzend an den 1853 angelegten evangelischen Friedhof der Stadt (einziger Friedhof der Stadt Neuruppin = Hauptfriedhof).“ (Alemannia Judaica)

 

Das, was vom jüdischen Friedhof in Neuruppin geblieben ist, findet sich in der nordwestlichen Ecke des Hauptfriedhofes. Man gelangt dorthin, indem man der Wittstocker Allee stadtauswärts bis zum zweiten Friedhofstor folgt. Im Friedhof hält man sich links, parallel zur Wittstocker Alee, an einer Kriegsgräberanlage und dem Wirtschaftshof vorbei, der Friedhof liegt im Winkel zwischen der nördlichen und der westlichen  Friedhofsmauer. Er ist mit einer Holzschranke eingefaßt, dazu teilweise mit dichtem Gebüsch.

Am Eingang erläutert eine Gedenktafel den Ort. Auf der rechten Seite steht ein Mauerfragment, vermutlich war gemäß der rituellen Gebote der ganze jüdische Friedhof mit einer derartigen Mauer vom christlichen Teil getrennt.

Der Friedhof wurde nach 1933 geschändet und verwüstet, den Rest der Zerstörung erledigten aliierte Fliegerbomben. In Folge dessen ist das Gelände weitestgehend leer,  Mitte der 1980er Jahre wurden auf Initiative der evangelischen Gemeinde einige wenige Grabsteine des jüdischen Friedhofs im hinteren Bereich des Neuen Friedhofs wieder aufgerichtet, 10 Grabsteine in zwei Gruppe, die eine auf der rechten Seite, die andere dem Zugang gegenüber.