Juden in Forst

 

Der Ort Forst liegt in der Lausitz östlich von Cottbus.

Einige wenige Juden sind bereits im 14. Jahrhundert nachweisbar. Aber erst im 16. Jahrhundert lebt regelmässig eine größere Anzahl in der Neustadt, also vor den Stadttoren. Die Siedlungsgeschichte ist durch Höhen und Tiefen, Vertreibungen und Wiederansiedlungen geprägt.

Um 1815 entsteht langsam bis zum Ende des Jahrhunderts eine selbständige Gemeinde mit Friedhof und anderen sozialen Einrichtungen. Eine Synagoge wurde 1920 in einem Wohnhaus eingerichtet. Im Jahre 1935 wohnen 250 Juden im Ort.

Bereits nach dem Ersten Weltkrieg begannen Verleumdungen und Verfolgungen. Ab 1933 begann die systematische Verfolgung, die in den Pogromen, den Verschleppungen und Ermordungen ihren traurigen Höhepunkt fanden.

Die Synagoge wurde im Inneren zerstört, konnte aber später genutzt werden und wurde 1970 wegen Baufälligkeit abgerissen.