Juden in Lisberg

 

Lisberg ist eine Kleinstadt im Steigerwald, Oberfranken. Sie liegt in der Nähe von Bamberg.

Die erste urkundliche Erwähnung der kleinen jüdischen Gemeinde datiert von etwa 1740, aber möglicherweise hatten sich bereits im 17. Jh. Juden in Lisberg niedergelassen. Die Gemeinde hatte keine eigene Synagoge, ihr Betraum war in einer Privatwohnung eingerichtet.

Ihre größte Zahl erreichte die Gemeinde um 1811 mit 84 Menschen, das war etwa 1/6 der Dorfbevölkerung. Ab etwa 1840 schrumpfte sie auf Grund von Ab- bzw. Auswanderung stetig, 1900 lebten nur noch 15 Juden in Lisberg, und 1904 löste sich die Gemeinde auf, ihre Mitglieder schlossen sich der Gemeinde im nahe gelegenen Trabelsdorf an. 1925 gab es in Lisberg nur noch eine Jüdin, sie übersiedelte 1940 in ein Altersheim, aus dem sie deportiert wurde.