Der Friedhof von Bretten

Heiner Knester, Ilvesheim, 2007

"Zur Geschichte dieses Friedhofes

 
Die Toten der jüdischen Gemeinde Bretten wurden nach älteren Angaben zunächst auf dem Verbandsfriedhof in Waibstadt, in noch früherer Zeit wohl in Worms begraben" (so bei Hundsnurscher/Taddey S. 53f).

Neuere Recherchen haben jedoch ergeben (Auskunft von Heidemarie Leins vom 16.4.2026), dass die jüdische Gemeinde Bretten sich zwar einen Anteil am Verbandsfriedhof in Waibstadt gesichert hat, doch begraben wurde direkt aus Bretten dort niemand. Die Durchsicht der Sterbeeinträge im Ortsfamilienbuch zur jüdische Bevölkerung ergibt für die jüdischen Gemeinden in Bauerbach, Bretten und Diedelsheim, dass die aus diesen Orten Verstorbenen in Obergrombach, Oberöwisheim und Flehingen beerdigt wurden. Nur einzelne Personen, die sich aus den genannten Orten in weiter nördlich gelegenere Orte verheiratet hatten (z.B. Michelfeld oder Eichtersheim), wurden in Waibstadt beigesetzt.

Seit der Eröffnung eines eigenen Friedhofes Ende Mai 1884 in Bretten am heutigen Windstegweg wurden die aus der jüdischen Gemeinde Bretten Verstorbenen auf diesem beigesetzt (Flurstück 2639/1; Fläche 11,18 a). Auf ihm befindet sich auch ein Gefallenendenkmal für die aus der jüdischen Gemeinde im Ersten Weltkrieg Gefallenen."  Zitat Hahn, J. 4-2026: (www.alemannia-judaica.de/bretten_friedhof.htm)

Die letzte Beerdigung fand im Jahre 1939 statt. Heute sind noch 146 Grabsteine vorhanden.