Jüdisches Leben in Bretten
In Bretten bestand eine jüdische Gemeinde vom Jahre 1264 an. Nach einer wechselhaften Geschichte mit mehreren Niedergängen entstand nach dem Dreißigjährigen Krieg eine durchgehende Besiedlung. Die Höchstzahl erreichte die Gemeinde im ausgehenden 19. Jahrhundert mit 265 Mitgliedern.
Die Gemeinde besaß eine Synagoge, eine Schule, eine Mikwe und ab 1884 einen Friedhof (Erste Beerdigung). Das Bezirksrabbinat war in Bretten ansässig.
Heute erinnert eine Gedenktafel an die zerstörte Synagoge
Nach 1933 setzten Repressionen und wirtschaftliche Zwangsmaßnahmen ein. Einige Einwohner konnten sich durch Emigration retten.
Achtzehn Bewohner wurden am 22.10.1940 nach Gurs transportiert, einige verstarben unter den entsetzlichen Bedingungen des Lagers. Fünf Personen haben das Lager überlebt und konnten emigrieren. Die übrigen Menschen wurden über Drancy nach Auschwitz transportiert und dort ermordet.
Zum Friedhof von Bretten
Zu Quellen und Literatur
Zurück zu den Friedhöfen in Nordbaden
