Juden in Spanien

Die Juden in Spanien hießen Sephardim nach der hebräischen Bezeichnung –Sfarad- für Spanien. Sie lassen sich über zweitausend Jahre bis weit in das römische Reich hinein verfolgen. Die Blüte der jüdischen Kultur und Wirtschaft, Medizin und Wissenschaft wurde durch das Ausweisungsedikt im Jahre 1492 beendet. Die Juden wurden zur Konversion oder zur Flucht gezwungen. Getaufte Juden nannte man Marranos, auf Mallorca Xuetas, beide Bezeichnungen von Ausdrücken für Schweine hergeleitet.

Die emigrierten Juden verteilten sich, es gab sephardische Gemeinden mit eigenen Riten und eigener Sprache unter anderem in Amsterdam und Hamburg.

In Spanien wurden konvertierte Juden stets misstrauisch betrachtet, seit dem frühen 16. Jahrhundert bis in die neuere Zeit wurde für Staatsämter die „limpieza desangregefordert, die Reinheit des Blutes. Damit sollten jüdische Bewerber ausgeschlossen werden.

Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es wieder kleine Gemeinden von Juden in Spanien. In Barcelona, Madrid und in Palma de Mallorca gibt es Synagogen, die Einbürgerung von Sepharden wird in Spanien gefördert. Heute leben etwa 15000 Juden in Spanien.