Der Friedhof

Zustand des jüdischen Friedhofs in Ahrensburg

Erster Eindruck 

Auf dem jüdischen Friedhof in Ahrensburg, der 41 Meter in Ost-West Richtung und 27 Meter in Nord-Süd Richtung groß ist und eine sechseckige Form hat, stehen zwischen 6 Eichen und mehrere Tannen die Gräber, bis auf 3 Ausnahmen, in 3 Reihen. Geschützt wird der Friedhof vor unbefugtem Zutritt durch eine Mauer. Der ganze Friedhof wirkt verwachsen und wenig gepflegt. Er ist immer geschlossen und nicht zugänglich. Gelegentlich kommen Arbeiter vorbei und mähen das Gras auf dem Friedhof. Sonst wird der Friedhof nicht gepflegt.

Zustand der Mauer

Die 112 Meter lange und 1,70 Meter hohe Mauer ist an der Oberseite mit Nägeln bestückt, die zum Teil schon sehr verrostet sind, außerdem ist die Mauer an manchen Stellen schon stark mit Moos bewachsen. Das im Westen stehende 3,40 Meter breite und 3 Meter hohe Eingangstor ist in einem recht guten Zustand. In der Süd-West Ecke musste die Mauer erneuert werden, weil 1989 ein Baum auf die Umfassungsmauer gestürzt war und diese auf einer Länge von 4 Metern total zerstört hatte. Dabei wurde auch an der Außenseite dieser Ecke eine Denkstätte eingerichtet. Sie ist noch in einem guten Zustand, jedoch ist der Zugang schon stark zugewachsen.

Zustand der Gräber

Mit drei Ausnahmen stehen alle Gräber in 3 Reihen, deren Achse in Nord-Süd-Richtung verläuft. Die Gräber haben normalerweise auf der nach Osten ausgerichteten Seite die hebräischen Inschriften und auf der Westseite auf Deutsch die Lebensdaten der Verstorbenen, nur bei zwei Grabstätten ist der deutsche Text nach Osten gerichtet. Es wird vermutet, dass Unkundige vor Jahrzehnten die Grabsteine, nachdem sie umgefallen waren, wieder  aufgerichtet haben, aber verkehrt herum. Die Schriften auf den großen Grabsteinen sind noch gut lesbar, jedoch ist bei den kleineren die Schrift entweder zugewachsen oder durch Erosion unlesbar geworden und nur schwer zu entziffern. Außerdem sind sie durch ihr Eigengewicht und durch die leichte Erhöhung des gesamten Friedhofs, die auf Zuwachs der Humusschicht und auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen ist, in den Jahren schon tiefer in die Erde gesunken, wodurch Inschriftsteile auf den niedrigen Grabsteinen unterhalb der Geländeoberfläche und Grabumrandungen bis unter die Grasnarbe verschwunden sind. Die großen Grabsteine haben zum Teil abgebrochene Kanten, einer von ihnen war sogar schon in der Mitte geteilt, wurde nun aber wieder zusammengesetzt. Um die Grabsteine herum wächst viel Unkraut. In der Nord-West Ecke des Friedhofs ist ein etwas abseits liegendes Grab, welches von Büschen und Bäumen umgeben ist und schwer zugänglich ist.