Juden in Wevelinghoven

Von Juden wird in den Chroniken der Stadt Wevelinghoven zuerst im Rahmen der Kreuzzüge im Jahre 1096 berichtet. Die Juden Kölns wurden vom Bischof in den umliegenden Oerten, auch Wevelinghoven, in Sicherheit gebracht. Am 27. Juni 1096 drangen fanatisierte Pilger in Wevelinghoven ein. Viele Juden wurden ermordet, andere wählten den Freitod - Kiddush Ha Shem-, als man sie zwingen wollte, zum Christentum überzutreten.

Die ehemaigen Teiche und Flüsse zwischen Hülchrath und Wevelinghoven werden auch heute noch als "Blutgraben" bezeichnet.

Ab 1700 kamen langsam Juden in die Stadt, sie erreichten in der Mitte des 19. Jahrhunderts die Zahl von 82 Personen. Um 1900 konnte die Gemeinde nicht mehr existierten.

Auch hier wurden die in der NS Zeit verbliebenen einzelnen Bewohner verschleppt und ermordet.

Ab 1788 bestand ein Bethaus, später eine Synagoge in der Burgstrasse 31. Das Haus wurde 1921 verkauft und später abgerissen.