Jüdisches Leben in Osthofen

 

 

Osthofen ist eine Kleinstadt in der Nähe von Worms.

In der Mitte des 16. Jahrhunderts lebten hier erstmalig Juden. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war die Anzahl auf 25 Personen gestiegen. 

Im Ort gab es eine kleine Synagoge, eine Schule, eine Mikwe, einen alten, aufgelassenen Friedhof und den neuen Friedhof an der Mettenheimer Landstrasse.

Um 1930 lebten etwa 100 Personen jüdischen Glaubens im Ort. Zahlreiche Menschen emigrierten oder zogen in die Grossstädte der Umgebung. Die letzten Juden verliessen 1938 den Ort, viele davon wurden ermordet.

Die Synagoge wurde im November 1938 zerstört. Sie wurde vor 1960 abgerissen. Heute erinnert eine Gedenktafel an die zerstörte Synagoge.

In Osthofen wurde im Jahre 1933 das erste Konzentrationslager Hessens in einer ehemaligen Papierfabrik errichtet. Das Lager wurde nach einem Jahr geschlossen, die meist schwer misshandelten Insassen in andere Lager verschleppt.

 

Zu den Friedhöfen