Juden in Rülzheim

Die Synagoge heute

Rülzheim ist ein sehr alter Ort und gehört heute zur gleichnamigen Verbandsgemeinde. Juden werden urkundlich erstmals 1667 erwähnt. Um 1750 sind 8 jüdische Familien ansässig, in den Folgejahren stieg die Bevölkerungszahl erheblich an. Mitte des 18. Jahrhunderts sind es fast 500 Personen, sie stellen damit zwischen 15 und 20 % der Gesamtbevölkerung des Dorfes. Eine Synagoge soll schon 1750 bestanden haben, sie wurde 1832 durch einen Neubau ersetzt. Daneben existierte auch eine jüdische Elementarschule.

Dann setzte die Abwanderung in die Städte und teilweise auch Emigration in verschiedene Länder ein, wodurch die jüdische Einwohnerzahl stark zurückging. 1932 waren es weniger als 200 Personen, 1940 lebte kein Jude mehr im Ort. Die zu Beginn der NS-Zeit noch verbliebenen Juden erlitten schwere Verfolgungen. 1938 wurde die Synagoge stark beschädigt, viele Männer wurden in ein KZ verschleppt.