Der Friedhof

Einen eigenen Friedhof besaß die jüdische Gemeinde von Mutterstadt ab 1889/90. Davor, bis 1822, musste sie ihre Toten in Wachenheim, dann in Fußgönheim, bestatten.

Schon 1877 hatte man Bedarf für eine eigene Begräbnisstätte in Mutterstadt kundgetan, jedoch erst 1889 stellte die politische Gemeinde ein Areal von 400 qm zur Verfügung. Im Jahre 1922 wurde er um 207 qm erweitert. 88 Grabsteine sind bis heute erhalten.

In der Vergangenheit war der Friedhof wiederholt geschändet worden. 1925 und besonders 1938 wurden zahlreiche Grabsteine umgeworfen, zuletzt durch SA – Banden. Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Friedhof sorgfältig wieder hergerichtet und gepflegt, allerdings musste ein Teil der Anlage einer Neubaumaßnahme wichen.

Die Bebauung rückt nahe an den Friedhof
Der Name Dellheim - häufig in Mutterstadt

Eindrücke vom Friedhof in Mutterstadt