In dem etwas entfernten Ort Essingen bestand seit 1618 ein großer Friedhof, der als Verbandsfriedhof für fast 50 Gemeinden der näheren und weiteren Umgebung diente. Dazu gehörte bis 1868 auch Kirrweiler. Die jüdische Gemeinde von Kirrweiler, aber auch die von Maikammer und Diedesfeld hatten über lange Jahre wiederholt bei den Behörden die Genehmigung eigener Friedhöfe beantragt, da die Anzahl jüdischer Bürger in den drei Gemeinden dies erlaube und erfordere. Nach vielen Ablehnungen konnte dann 1868 das entsprechende Gelände erworben werden. Auf einer Fläche von rund 550 m2 sind heute noch 46 Grabsteine vorhanden. In der NS-Zeit waren zeitweilig alle Grabsteine abgeräumt worden, da hier eine Grünanlage geplant war. Die geretteten Grabsteine wurden nach Kriegsende wieder aufgestellt, allerdings nicht an den ursprünglichen Stellen, um eine leichtere Pflege zu ermöglichen.

Der Friedhof von Kirrweiler gelangte 1979 in einer unrühmlichen Affäre in die Presse. Ein Grundbesitzer beanspruchte das Gelände für den Anbau von Wein. Nach langwierigen Verhandlungen konnte der Standort gesichert werden, die Gemeinde Kirrweiler pflegt diesen sorgfältig.

Eindrücke vom Friedhof