Die Friedhöfe

Angesichts der geringen Zahl jüdischer Einwohner ist es erstaunlich, dass schon 1731 ein Friedhof entstanden sein muss, der außer den Heuchelheimer Juden auch für die Toten vieler umliegender Gemeinden als Begräbnisstätte diente. Hierzu gehörte bis 1826 auch Frankenthal. Erwähnt wird auch, dass 1783 eine Erweiterung des Friedhofs erfolgte und seine Fläche dann 16,23 a betrug.  Aus Archivdokumenten lässt sich rekonstruieren, dass ab 1830 praktisch keine Bestattungen mehr stattfanden, abgesehen von Einzelfällen aus familiären Gründen.

Die Nazis ließen 1939/40 den Friedhof abräumen, die Steine wurden zumindest teilweise auf den jüdischen Friedhof in Fußgönheim verbracht. Der ehemals direkt bei der protestantischen Kirche liegende Friedhof  ist heute vollkommen verschwunden, ein Gedenkstein erinnert an ihn.

Ein neuer Friedhof entstand 1825 außerhalb des Ortes, der wiederum als Verbandsfriedhof für eine grössere Anzahl Gemeinden eingerichtet wurde. Hier sind auf einer Fläche von 23,90 a noch 118 Grabsteine und Fragmente erhalten. Der letzte Stein datiert von 1933.

 

Blick auf Grabsteine und Äcker
Grabsteine

Eindrücke vom neuen Friedhof