Juden in Gau-Odernheim

Die ehemalige Synagoge

Der Ort Odernheim, wie er bis 1896 hiess, war einst eine Freie Reichsstadt, in der Juden sich schon im 13. Jahrhundert niederliessen. Sie waren in der Folgezeit den Verfolgungen bei den Pest-Pogromen sowie vielen anderen Willkür-Massnahmen der jeweiligen Obrigkeit. Mehrfach mussten alle Juden die Stadt verlassen.
Im 17. Jahrhundert dürfte nach den vorhandenen Zeugnissen eine grössere jüdische Gemeinde bestanden haben. Dennoch sind die Zahlen bis Anfang des 19. Jahrhunderts ziemlich gering. Erst in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden immerhin bis zu 106 Juden (1880) gezählt. 1933 waren nur noch 47 Personen verblieben. In der NS-Zeit konnten einige Familien auswandern, viele jüdische Bürger wurden jedoch deportiert und ermordet.

Eine Synagoge war 1868 errichtet worden, sie wurde im November 1938 von den Nazis zerstört. Später diente das Gebäude als Wohnhaus.

 

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