Jüdisches Leben in Steinbach am Donnersberg

Jüdisches Leben in Steinbach
Das Bürgerhaus

Das kleine Dorf mit knapp 800 Einwohnern gehört zur Verbandsgemeinde Winnweiler in der Nordpfalz.

Vermutlich seit dem 18. Jahrhundert lebten Juden im Ort. 1825 waren es 111 Personen und damit ein nennenswerter Teil der Dorfbevölkerung. Die jüdische Gemeinde hatte eine Synagoge und eine Mikwe, beide wurden von den Nazis 1938 beschädigt. In den 1950er Jahren mussten die Gebäude ganz abgerissen werden.

Eine Erinnerung an das jüdische Leben in Steinbach stellt das Bürgerhaus der Gemeinde Steinbach dar, eine Stiftung der Familie Rubel. Eine Tafel lautet wie folgt:

„ Jakob Rubel, geboren 1859 in Steinbach, errichtete 1913 an dieser Stelle ein Getreidemagazin. Seine Söhne Ferdinand und Berthold betrieben einen florierenden Landhandel.
Nach der sogenannten „Reichskristallnacht“ flohen Ferdinand und Berthold, beide Veteranen des 1. Weltkrieges, vor der Verfolgung der Nationalsozialisten mit ihren Familien nach New York.
Ferdinand Rubel fühlte sich seiner Heimat Steinbach und deren Bürger im Laufe seines erfüllten Lebens stets verbunden.
Er hat deren Mut in der schrecklichen Zeit der Verfolgung nie vergessen.
Die Gemeinde Steinbach erwarb das Anwesen 1978. 1980 Fertigstellung des Festplatzes.
Einweihung des Bürgerhauses am 29./30. August 1981.
Gestiftet von Joel und Evelyn Umlas, geb. Rubel, Tochter von Ferdinand Rubel (1900 – 1999) und Else Rubel, geb. Jakob (1911 – 1979), aus Rockenhausen.

Steinbach am Donnersberg / Boston (USA) 2002“

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