Juden in Göllheim

Göllheim ist eine Ortsgemeinde im Donnersbergkreis und Sitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde.

Juden lebten vermutlich schon im Mittelalter in Göllheim. Im Jahre 1798 sind dann 21 Juden hier ansässig. Für ihren Gottesdienst diente ein Bethaus in einem Privatgebäude, das 1828 als baufällig beschrieben wurde. Die Bemühungen der Gemeinde um einen Neubau waren sehr schwierig und langwierig, erst 1850 konnte eine neue Synagoge eingeweiht werden. In den November-Pogromen 1938 wurde sie geschändet und die Inneneinrichtung demoliert. Zwar ist das Gebäude nach dem Krieg an die zuständige jüdische Kultusgemeinde zurückübertragen worden, aber es musste wegen Baufälligleit 1971 abgerissen werden.

Die Zahl der jüdischen Einwohner war nie sehr groß und ging dann bis 1938 auf nur noch 16 Personen zurück, wobei einige in verschiedenen Nachbargemeinden lebten. Auch sie wurden Opfer der Verfolgung durch die Nazis.