Juden in Deidesheim

Die Anwesenheit von Juden in Deidesheim reicht weit zurück – denn schon 1309 ist die Entrichtung einer Reichssteuer erwähnt, was die Existenz einer nennenswerten Gemeinde voraussetzt. Allerdings wurde diese im Zuge der Pestpogrome 1349 vollständig ausgelöscht. Ihre Synagoge wurde anderweitig verwendet.

Ab Anfang des 17. Jahrhunderts dürften wieder Juden in Deidesheim gewohnt haben. Ihr Zahl war lange Zeit gering, 1685 wird von 7 Familien, 1780 von 4 Familien berichtet.

Um 1850 waren es ca. 95 Personen und um diese Zeit wurde auch eine neue Synagoge gebaut. Da Anfang der 1880er Jahre nur noch ganz wenige Juden in Deidesheim lebten, musste die Synagoge verkauft werden. Dadurch blieb sie erhalten und wurde nicht vom NS-Terror vernichtet.

Die letzten jüdischen Bürger wurden in den 1940er Jahren deportiert und kamen fast alle um.

Die ehemalige Synagoge - heute kulturelles Veranstaltungshaus
Bronzetafel an der ehemaligen Synagoge