Die Synagoge von Alsenz

Das Gebäude der Synagoge

Im Jahre 1762 wurde mit dem Bau einer Synagoge am heutigen Standort begonnen. Der Bau hatte auch Platz für eine Schule, eine Lehrerwohnung und die Mikwe.

Im Jahre 1933 wurde das Haus an einen Bauern verkauft, weil nicht mehr genug Juden für einen Gottesdienst zusammenkamen. Das Haus wurde als Lagerschuppen gebraucht und entging so der Vernichtung.
 
Nach langem Leerstand kaufte eine Familie das Haus, wohnte darin und restaurierte es. Bei der Sanierung wurde eine Genisa mit zahlreichen Schriften auf dem Dachboden entdeckt. Schriften und Kultgegenstände dürfen nach jüdischem Verständnis nicht vernichtet werden, sie werden versteckt, eingemauert, begraben - in einer Geniza.

Über die Synagoge und die Geniza berichtet Claudia Keller in einem Artikel in der Jüdischen Allgemeinen:

Artikel in der Jüdischen Allgemeinen über die Synagoge

Die Aufarbeitung der Funde erfolgt in der Judaistik (Professor Lehnardt) der Universität Mainz:

Geniza Projekt der Universität Mainz

 

Das linke Bild zeigt zeigt eines der alten Schriftstücke aus der Genisa. Das rechte Bild erlaubt einen Blick in den heutigen Wohnraum, den früheren Saal der Synagoge. Wir danken Frau Claudia Keller für die Überlassung der Bilder. Wir verweisen auf den Artikel von Claudia Keller in der Jüdischen Allgemeinen.