Der Friedhof am Derkerborn

Eine erste Begräbnisstätte für Juden gab es nach städtischen Unterlagen bereits im Jahre 1696 als „Judengraft“ am Derkerborn, wo auch der heutige Friedhof liegt. Größe und Lage änderten sich im Laufe der Jahrhunderte nur geringfügig.

Nach 1952 wurden Teile des Friedhofs an Briloner Bürger verkauft. Man fand im Aushub viele Knochenreste. Dieser Verkauf des Friedhofes durch die „Jewish Trust Organisation“ ist sehr ungewöhnlich, weil sonst großer Wert auf die Unversehrtheit der jüdischen Gräber für die Ewigkeit gelegt wird.

Auf dem Friedhof wurden auch Juden aus den umliegenden Dörfern beerdigt. Auf einer Parzelle, die 1917 als Erweiterung des Friedhofs hinzugekauft wurden, fanden nie Beerdigungen statt. Sie wurde 1930 wieder verkauft.

Auf dem heutigen Friedhof stehen 40 Grabsteine in unterschiedlichem Erhaltungszustand.

Das Grab der Familie Löwenstein, links der Grabstein der Johanna Löwenstein, einer bekannten Geschäftsfrau um 1900.

„…eine tüchtige Gattin mit gerechtem Urteil, sie jagte der Wohltätigkeit nach…..ihre Hand war offen für die Armen…sie lebte dem Glauben wohlgefällig…“