Jüdisches Leben in Recklinghausen

Im Jahr 1300 wurden erstmalig Juden in Recklinghausen erwähnt.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Synagogengemeinde Recklinghausen gegründet. Eine Synagoge, eine Schule mit Mikwe und Lehrerwohnung wurden gebaut. Die Gemeinde erstarkte, weil im Zuge der Industrialisierung Juden aus Osteuropa zuzogen. Um 1900 war die Gemeinde 300 Köpfe stark.

Im November 1938 wurde die Synagoge zerstört, das Schulhaus beschädigt und später als Kindergarten benutzt. Die jüdische Bevölkerung wurde, wenn sie sich nicht ins Ausland retten konnte, ermordet.

Nach Kriegsende wuchs die jüdische Gemeinde, auch durch Zuzug aus den GUS Staaten, auf etwa 600 Mitglieder. Im Schulhaus befindet sich ein Museum, die Mikwe ist wieder in Betrieb.

Die neue Synagoge befindet sich in der Stadtmitte hinter dem Polizeipräsidium.