Jüdisches Leben in Mülheim an der Ruhr

Mülheim ist eine Stadt am westlichen Ende des Ruhrgebietes und liegt an der Mündung der Ruhr in den Rhein.

Möglicherweise lebten bereits im Mittelalter Juden in Mülheim. Aktenkundig sind jüdische Familien jedoch erst ab etwa 1600. Durch die Verbesserung der wirtschaftlichen Lage im frühen 19. Jahrhundert nahme die Zahl der Mitglieder der jüdischen Gemeinde auf etwa 600 nach dem ersten Weltkrieg zu.

Während der Jahre des Nationalsozialismus wurden die Juden schon früh verfolgt, gedemütigt und entrechtet. Etwa 200 Juden wanderten aus, die meisten Juden wurden in Sobibor ermordet.

Nur 39 jüdische Bürger kehrtebn aus den Vernichtungslagern zurück und gründeten eine Gemeinde. Im Jahre 1955 schlossen sie sich mit den Juden aus Duisburg und Oberhausen zusammen. Die Gottesdienste fanden ab 1960 in der Synagoge in der Kampstrasse statt. In den 1990er Jahren stieg die Anzahl der Gemeindmitglieder durch Mitglieder aus den GUS Staaten auf 2800 an. Es wurde eine neue Synagoge im Duisburger Innenhafen mit Familienzentrum gegründet.

Die Gemeinde der drei Städte hat ein lebendiges Gemeindeleben. In allen drei Städten gibt es zusätzlich liberale jüdische Gemeinden.

 

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