Die Friedhöfe in Goch

In Goch gibt es drei jüdische Friedhöfe. Der älteste Friedhof liegt „Hinter der Mauer“ innerhalb der Stadt und wurde vom 16. Jahrhundert an benutzt. Bis 1937 waren noch Grabsteine vorhanden. Sie stehen zum Teil auf den anderen Friedhöfen. Die jüdische Gemeinde wurde gezwungen, das Geländer zu verkaufen. Nach dem Krieg wurde das Gelände überbaut, es wurden allerdings Häuser ohne Keller und ein Parkplatz gebaut, so dass die Totenruhe wenigstens formal gewahrt blieb. Es wurde jedoch berichtet, dass bei der Anlage der Strasse und des Parkplatzes Gebeine ausgegraben wurden.

Der ehemalige Friedhof. Foto Stadtarchiv Goch

Auf einem Bild des Landesarchivs aus dem Jahre 1937 ist der Friedhof im Vordergrund zu erkennen (links). Heute ist er überbaut durch einen Parkplatz (rechts).

Der „Alte Friedhof“ liegt am Stadtzentrum. Er wurde von 1822 bis zum Jahre 1900 belegt. Der Friedhof ist in eine Parkanlage umgewandelt worden, es stehen hier noch 17 Steine. Ein Teil der Steine wurde auf den Neuen Friedhof gebracht.

Die Reste des Friedhofs in der Parkanlage

Der neue Friedhof liegt an der Kalkarer Strasse und wurde von 1901 bis 1962 belegt. Hier stehen auch teilweise Steine der anderen beiden Friedhöfe.

Der vordere Teil des Friedhofs, in der Mitte vier Gräber mit gefallenen jüdischen Soldaten
Grabstein
Ein Stein aus dem frühen 19. Jahrhundert, er wurde vermutlich von einem der älteren Friedhöfe hierher gebracht
Der Grabstein eines Soldaten mit einem Stahlhelm als Verzierung