Juden in Walldorf

Die Stadt Walldorf mit heute rund 15.000 Einwohnern liegt in der Nähe zu den Grosstädten Mannheim und Heidelberg. Jüdische Einwohner werden schon 1470 erwähnt, von 1712 an lebten jüdische Familien dauerhaft im Ort. Bis zur Mitte der 19. Jahrhunderts stieg ihre Zahl bis auf 169 Seelen, ab 1900 sank die Zahl durch Abwanderungen wieder deutlich.

Die Walldorfer Gemeinde hatte zunächst nur einen Betsaal in einem bis heute erhaltenen Privathaus (Hauptstr.). 1860 trat an seine Stelle eine Synagoge. Dafür konnte die Kirche der reformierten Gemeinde käuflich erworben und hergerichtet werden. 1938 fiel sie den November-Pogromen zum Opfer, das Gebäude blieb jedoch erhalten. Nach dem Krieg wurde es von der Neuapostlischen Kirche genutzt.