Juden in Waibstadt

Mausoleum von Dr. h.c. Hermann Weil Wohltäter seiner Heimat

Die Kleinstadt mit heute knapp 6 000 Einwohnern gehört zum Rhein-Neckarkreis im nördlichen Baden-Württemberg. Schon im Mittelalter hatte eine jüdische Gemeinde bestanden, wie aus historischen Unterlagen hervorgeht, die jedoch durch Vertreibung und Mord wieder verschwand. Erst nach dem Dreißigjährigen Krieg, etwa 1650, konnten sich wieder einige jüdische Familien ansiedeln. Die Gemeinde war stets sehr klein, die Höchstmitgliederzahl betrug 1887 67 Personen. Sie besaß seit 1845 eine recht einfache Synagoge, die bis 1925 benutzt wurde. 1933 lebten in Waibstadt noch 11 Personen jüdischen Glaubens, die letzten fünf wurden 1940 deportiert und größtenteils ermordet.