Juden in Schwetzingen

Schwetzingen gehörte jahrhundertelang zur Kurpfalz und diente zeitweise als Residenz der Kurfürsten, die dort ein Schloss errichteten. 1803 fiel das rechtsrheinische Gebiet an Baden. Seit etwa 1700 sind einige jüdische Familien in Schwetzingen ansässig, die dem Kurfürsten zu hohen Abgaben verpflichtet waren. Die entstandene kleine jüdische Gemeinde konnte aus finanziellen Gründen keine eigene Synagoge bauen. Deshalb wurden die Gottesdienste zumeist in Privathäusern abgehalten, zeitweise auch in Räumen des kurfürstlichen Schlosses. Der größte Teil der jüdischen Bevölkerung wurde zur NS-Zeit vertrieben oder deportiert, 21 Personen kamen in den Konzentrationslagern um.