Juden in Celle

Die Synagoge
Die Synagoge in Celle - Vorderhaus

Die Stadt wurde 1292 gegründet und diente in der Folge verschiedenen Herrscherhäusern (Sachsen-Wittenberg, Braunschweig-Lüneburg, Hannover) zeitweise als Aufenthaltsort und Nebenresidenz.

Um 1680 wurde erstmals Juden die Ansiedlung gestattet und aus einigen wenigen Familien entstand bald eine größere Religionsgemeinschaft. 1690 bildete sich die als  „Judenschaft Celle“ erwähnte Gemeinde.
1740 ließ diese Gemeinde eine Synagoge errichten, die sich in verschiedener Hinsicht von anderen jüdischen Gotteshäusern unterscheidet: Es handelte sich um ein Ensemble von drei Gebäuden im landestypischen Fachwerkstil. In den zwei Vorderhäusern waren Schulräume und Wohnungen untergebracht, die eigentliche Synagoge befand sich im Hinterhaus. Das Innere der Synagoge war spätbarock ausgestaltet.
Trotz Plünderung der Innenräume im Novemberpogrom 1938 blieben die Gebäude erhalten und wurden von den Nazis bis Kriegsende anderweitig verwendet, teils als Lagerräume, teilweise als Sammelquartier für die verbliebenen Juden vor ihrem Abtransport in die Konzentrationslager.
Seit 1945 wird die Synagoge wieder als Gotteshaus benutzt. Die Stadt Celle erwarb später die Gebäude und ließ sie aufwändig restaurieren. Die Vordergebäude beherbergen heute Ausstellungsräume, die Synagoge wird von der neu entstandenen  jüdischen Gemeinde benutzt.

In der Nähe der Stand Celle befand sich das ehemalige berüchtigte Konzentrationslager Bergen-Belsen, in dem viele tausend Häftlinge grausam gequält und ermordet wurden.
Mehrere Mahnmale gemahnen an die Untaten, ein Dokumentationszentrum informiert über die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers, des Konzentrationslagers und des DP-Camps.

Weitere Bilder

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Die Synagoge heute
Die Synagoge in Celle
Synagoge
Die Synagoge in Celle - Detail
Stolpersteine
Stolpersteine

Der Friedhof in Celle                                  Quellen und Literatur