Der Friedhof in Xanten

Der Xantener Friedhof liegt einige Kilometer außerhalb des Ortskernes am Heesberg. Es handelt sich um ein großes, bewaldetes Areal. Die Grabsteine sind außergewöhnlich angeordnet. Sie stehen in konzentrischen Kreisen. Die Ursache dieser ungewöhnlichen Anordnung ist ebenso wie das Alter des Friedhofs, unklar. Man vermutet, dass am Heesberg früher eine germanische Kultstätte war. Den Friedhof hat es wahrscheinlich schon im frühen Mittelalter gegeben. Der älteste lesbare Grabstein stammt von 1770. Die letzte Beerdigung fand 1929 statt.

Während der Pogrome 1938 wurde der Friedhof völlig verwüstet. Bis 1977 wurde er mehrfach geschändet.

Diese Bilder lassen die seltene und eigentümliche Anordnung der Grabsteine in konzentrischen Kreisen deutlich erkennen

Grabstein des Aron Levi, mit abgebildeter Levitenkanne. Leviten sind zum Altardienst vorgesehen und werden auch heute noch bevorzugt zum Lesen der Tora aufgerufen
Grabstein des Moses Osler, Er stammt von den Cohen, den jüdischen Priestern ab. Dies ist durch die abgebildeten Hände ersichtlich. Er starb im Jahre 5643 der jüdischen Zeitrechnung (1883)
Im oberen Teil des Steines hebräische, unten deutsche Inschrift
Einer der älteren Grabsteine mit kaum lesbarer Inschrift

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