Geschichte und jüdisches Leben in Xanten

Wappen der Stadt Xanten * Bildrechte Stadt Xanten

Xanten ist eine Kleinstadt am linken Niederrhein nahe der niederländischen Grenze. Seinen Ursprung leitet die Stadt von einem Römerlager aus der Zeit um das Jahr Null her.

Jüdische Bewohner lassen sich im 11. Jahrhundert nachweisen. Zur Zeit der ersten Kreuzzüge flüchteten die jüdischen Bewohner Kölns vor den marodierenden Teilnehmern des 1. Kreuzzuges zu ihren Glaubensgenossen nach Xanten. Man versuchte sie zwar zu schützen, indem man sie in der Burg unterbrachte, sie wurden dort jedoch von den Kreuzzüglern ermordet. Die Gräber der Ermordeten waren um das Jahr 1200 noch vorhanden. Man kann also vom Vorhandensein einer jüdischen Gemeinde in dieser Zeit ausgehen.

Im 14. Jahrhundert wurden in der Folge der Pestpogrome erneut die meisten jüdischen Bürger ermordet.

Eine kleine jüdische Gemeinde bildete sich bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Ein Prozess gegen einen jüdischen Metzger wegen eines angeblichen Ritualmordes führte zwar zu einem Freispruch, zeigte jedoch einen tief verwurzelten Antisemitismus in der Bevölkerung und führte zum Abwandern vieler Gemeindemitglieder.

Im Jahre 1930 lebten noch 14 Juden in Xanten Soweit sie sich nicht in Sicherheit bringen konnten, wurden sie ermordet.

Die Synagoge wurde durch die SA und später durch Bomben völlig zerstört. Eine Tafel erinnert heute an den Standort.

Am jüdischen Friedhof und im Rathaus erinnern Gedenktafeln an die jüdischen Mitbürger. Es wurden zahlreiche Stolpersteine vor den Wohnorten jüdischer Mitbürger verlegt.

 

Zum jüdischen Friedhof von Xanten