Juden in Lembeck

Lembeck ist ein Stadtteil von Dorsten und liegt im äußersten Norden von Nordrhein-Westfalen.

Ab 1581 lebten sporadisch Juden in Lembeck. Sie waren erheblichen Unterdrückungen und Behinderungen ausgesetzt. Erst vom Anfang des 19. Jahrhunderts kam es zu einer durchgehenden Besiedlung von Juden, meist als Tierhändler oder Kaufleute.

Lembeck gehörte zur Synagogengemeinde Dorsten. In Lembeck soll ein kleiner Betsaal bestanden haben.

Die Juden waren voll in die Gemeinde integriert. Bekannt ist, dass Wagen für die christlichen Prozessionen von jüdischen Bewohnern bereitgestellt wurden, Juden nahmen als Darsteller an christlichen Krippenspielen teil.

Im Jahre 1932 lebten im Dorf 6 Juden. Sie wurden folgt, aber auch von christlichen Nachbarn unterstützt.

Nur wenige Juden konnten sich retten, die meisten kamen in Lagern um.

Ein Kultgefäß wurde vergraben und konnte nach dem Krieg in ein Museum gebracht werden.