Der Friedhof von Hoerstgen

Es ist nicht genau bekannt, wann der Friedhof zuerst belegt wurde. Die Angaben schwanken vom 16. Jahrhundert über die Mitte des 17. Jahrhunderts bis zum Jahre 1720. Die ersten sicheren Katasterunterlagen halten das Jahr 1867 als Zeitpunkt einer Schenkung des "Ackers" Sittard an der heutigen Breitenwegsallee fest. Der älteste Grabstein stammt aber bereits aus dem Jahre 1808.

In alten Katasterunterlagen wird ein Wegesystem zwischen den Steinen angegeben. Der Friedhof scheint damals viele Gräber in drei Reihen enthalten zu haben.

Die meisten Steine sind nach 1931 verschwunden. Im Krieg sollte der Friedhof eingeebnet werden. Die Familie Ingenschay widersetzte sich aber dieser Forderung. Nach dem Krieg hat man die noch vorhandenen 29 Steine neu aufgestellt.  Diese Anordnung entspricht nicht der ursprünglichen Lage der Gräber.

Bei der Beerdigung des Leopold David am 6.4.1036, der letzten Beerdigung auf diesem Friedhof, soll es soll es zu antichristlichen Beschimpfungen gekommen sein. Harte Daten zu diesem Vorfall fehlen. Da zu dieser zeit alle jüdischen Riten bei Beerdigungen verboten waren und die Beerdigungen überwacht wurden, ist bei solchen Erzählungen Vorsicht geboten. Es existieren Wanderlegenden, die ähnliche Inhalte haben.