Juden in Dinslaken

Dinslaken liegt an den nordwestlichen Ausläufern des Ruhrgebietes am Rhein. Juden sind in Dinslaken ansässig, seit Graf Johann von Kleve im Jahre 1366 einer Familie Liffmann  die Ansiedlung gestattete. Die Nachfahren dieser Familie lebten bis 1940 in Dinslaken.

 

Die Gemeinde der Stadt hatte bis in das 18. Jahrhundert nur wenige Mitglieder, die durchweg in Armut lebten. Erst mit den Veränderungen unter der napoleonischen Herrschaft veränderte sich die soziale Lage. In der Folge weitete sich die Gemeinde bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts stetig aus. Im Jahre 1927 gab es 301 Juden in Dinslaken.

 

Nach Verfolgungen, Flucht und Mord gab es nach dem 2. Weltkrieg keine Juden mehr in der Stadt.

Eine Synagoge mit Lehrerwohnung und Mikwe wurde im Jahre 1810 auf dem Gelände des ehemaligen Klosters der Augustinerinnen in der Stadtmitte gebaut. In der Nähe der Synagoge wurden eine Elementarschule und ein Waisenhaus errichtet. Bereits im Frühling des Jahres 1938 schändeten Dinslakener Abiturienten die Synagoge im Rahmen ihrer Abiturfeier. Alle Gebäude sind im Jahre November 1938 abgebrannt worden. Sie sind heute überbaut.

An die Standorte von Synagoge und Waisenhaus erinnern heute eine Gedenktafel und ein Gedenkstein.