Juden in Raesfeld

Schloss Raesfeld

Raesfeld ist eine Kleinstadt im südlichen Münsterland nahe der Holländischen Grenze. Von der Mitte des 16. Jahrhunderts an lassen sich Juden im Ort nachweisen, zunächst nur gelegentlich, später als dauerhafte Bewohner.

Die Gottesdienste fanden zunächst in „Kössas Schüer“, also einer Scheune, dann ab 1860 in einer neu erbauten Synagoge in „Gybkes Garten“ statt.

 

Im November 1938 wurde die Synagoge durch Brandstiftung zerstört.

In den letzten Jahren fand man bei Bauarbeiten die Grundmauern von Synagoge und Mikwe.

An der Ostseite der Kirche wurde ein Gedenkstein für die verfolgten Juden errichtet.

Wie in vielen Orten, so wurden auch in Raesfeld Juden verfolgt, gequält und getötet.

Die Synagoge auf einem alten Foto

Auf dem Bild sieht man am rechten Bildrand die Synagoge. Sie war von der Straße etwas zurückgebaut. Im Keller befand sich eine Mikwe.

Bei Bauarbeiten in den letzten Jahren wurden die Fundamente freigelegt und im Hinterland des neuen Gebäudes wieder errichtet.