Jüdisches Leben in Hamm

Hamm liegt am östlichen Ende des Ruhrgebietes in Westfalen. Bereits nach der Gründung der Stadt im frühen 13 Jahrhundert lebten Juden in der Stadt. Das Zusammenleben in Hamm war stets von Spannungen zwischen Juden und Christen geprägt.

Von den adeligen Herrschern wurden die Juden als Geldgeber benutzt.

Im 14 Jahrhundert wurden die Juden im Rahmen  der Pest Pogrome vertrieben. Man warf ihnen vor, die Brunnen vergiftet zu haben. Aber bereits im 15.und 16.  Jahrhundert kam es -gegen hohe Zahlungen- wieder zur Ansiedlung von Juden, aber erst, als Hamm 1661 zu Preussen kam, gab es für die Juden in der Stadt Rechtssicherheit. Danach kam es zu ersten Ansiedlung mehrerer Familien am Ort.

Im Jahre 1722 gab es die erste Schule, im Jahre 1768 eine Synagoge in Hamm. Die Juden mussten aber mit Einschränkungen leben und wurden finanziell geschröpft. Sie mussten lange Zeit eine besondere Kleidung tragen.

Ab 1806 waren die Juden auf dem Papier gleichberechtigt, ab 1850 erhielten sie unter der preussischen Regierung gleiche Rechte. Sie waren in den Jahren danach voll in das Stadtleben integriert.

Im Jahre 1868 wurde die neue Synagoge eingeweiht. Bereits ab 1768 hatte eine Synagoge am Ort bestanden. 

Bereits in den ersten Jahren der NS Herrschaft kam es zu rassistischen Exzessen. In dieser Zeit lebten etwa 400 Juden in Hamm. In den Folgejahren wurden die Juden entrechtet, verfolgt und gequält. Im Jahre 1938 wurde die Synagoge völlig verwüstet und abgebrochen. An ihrer Stelle wurde nach dem Krieg eine öffentliche Toilette errichtet. Es dauerte lange, bis dieser Unwürdige Zustand beendet und eine Mahntafel aufgestellt wurde.

Ab 1939 kam es zur Verschleppung der jüdischen Einwohner in Konzentrationslager. Nahezu alle Juden wurden ermordet. Die wenigen, nach dem Krieg noch verbliebenen Juden schlossen sich der Gemeinde Dortmund an.