Kehl

Im heutigen Stadtteil Bodersweier lebten Juden seit dem 17. Jahrhundert. In dem damals selbständigen Dorf hatte sich eine ansehnliche Gemeinde gebildet, die zeitweise 10 % der Gesamtbevölkerung ausmachte. Sie besaß eine eigene Synagoge sowie ein Gemeindehaus, die beide dem NS-Terror zum Opfer fielen und später abgerissen wurden. Die Verstorbenen wurden in den Nachbarorten Kuppenheim und Freistett beigesetzt.

In der Stadt Kehl sind Juden seit 1862 ansässig, eine Gemeinde mit Synagoge bestand von 1881 bis 1938. 1924 wurde ein eigener Friedhof eingeweiht.