Juden in Höchst im Odenwald (2)

Ab 1890 ist der Anteil der jüdischen Bürger rückläufig, was auf eine zunehmende Landflucht in die Städte sowie Auswanderung nach Amerika deutet. Dies aufgrund der großen Armut und dem bis ca. 1870 verkehrsmäßig kaum erschlossenen Odenwald.

Ab 1933/34 setzt aufgrund der Naziverfolgung eine neue Auswanderungswelle vor allem nach Palästina ein. Im März 1942 lebten nur noch 20 Menschen jüdischen Glaubensbekenntnisses in Höchst und den Nachbargemeinden Mümling-Grumbach und Hetschbach, die bis 1943 in den Konzentrationslagern der Nazis ermordet wurden.

Die jüdische Gemeinde Höchst baute 1903/4 eine neue Synagoge, ein Vorgängerbau, der vielleicht schon seit 1700 bestand, wurde abgerissen. Das von den Nazis 1938 geplünderte Gotteshaus musste später abgerissen werden. Auch Hetschbach besass seit 1833 eine eigene Synagoge, die nicht mehr existiert.

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