Juden in Höchst im Odenwald

Die Gemeinde Höchst liegt im nördlichen Odenwald und gehört zum Regierungsbezirk Darmstadt. Heute gehören diverse ehemals selbständige Orte dazu, namentlich Hetschbach, Mümling – Grumbach, Hassenroth sowie einige kleinere Dörfer. Die erste urkundliche Erwähnung von Höchst stammt von 1156. Im Mittelalter herrschten unterschiedliche Häuser, bis zur Auflösung des alten Reichs gehörte Höchst zum Fürstentum Löwenstein-Wertheim.. Am Ende des Dreißigjährigen Krieges war der Ort fast ausgestorben und erholte sich nur sehr langsam.

Eine erste Erwähnung von Juden in Höchst geht auf das Jahr 1680 zurück Damals waren ca. 10 Juden in Höchst ansässig. Der Höchststand war 1871 mit 189 Juden bei einer Gesamtbevölkerung von 1850 Personen. Die Ursachen für die Zuwanderung von Juden dürfte im wesentlichen darin zu suchen sein, dass sich die Territorialfürsten und das dortige Kloster nach dem 30jährigen Krieg besonders um Einwohner bemühten, deren kaufmännische Fähigkeiten für sie von Nutzen waren. Auch in einigen Teilorten lebten im 19. Jahrhundert einige jüdische Familien.

Weiter lesen