Bilder vom Friedhof Altona an der Königstraße

Liegende Grabplatten, zeltförmige Sarkophage und reiche Verzierungen sind typische Merkmale von Friedhöfen sephardischer Juden. Ausführliche Inschriften meist in hebräischer und portugiesischer (gelegentlich spanischer) Sprache sowie teilweise aufwändiges Material sind ebenfalls charakteristisch.

Zeltgräber mit kunstvoller Steinmetzarbeit für Umrandung und Text

Die portugiesische Inschrift lautet:

Grabstätte des tugendhaften und gelehrten H. R. Isaac Jessurun, der zu seinem G. (= Gott) kam am 13. Nisan des Jahres 5425 (= 1665).
Seine Seele hat Anteil am Ruhm (= Seine Seele ruhe in Frieden)

Zwei Grabplatten aus weissem Marmor mit verschiedenen Symbolen (z. B. Rose = früher Tod)

Übersetzung der portugiesisch/spanischen Inschrift:

Grab der sehr tugendhaften Frau Ester, gewesene Ehefrau des Herrn Joseph (Sohn) des Binjamin Benveniste. verstarb am Sabbat 18. des R. H. Elul des Jahres 5476 (= 1716). Ihre Seele möge in Frieden ruhen

Grabschmuck in Form einer Frau mit 2 Kindern im Arm (biblische Ester)

Übersetzung der portugiesischen Inschrift:

Grab des seligen Jünglings Daniel Jessurun verstarb am Sonntag 2. des JIAR des Jahres 5482 (=1722).
Seine Seele möge des Ruhmes teilhaftig werden

Grabsteine in Form von Stelen auf dem aschkenasischen Teil: