Die jüdischen Friedhöfe in Hamburg

Im Gebiet der heutigen Freien und Hansestadt Hamburg bestanden einst insgesamt elf jüdische Friedhöfe. Nur ein einziger, in Ohlsdorf - Ilandskoppel wird heute noch genutzt. Hierher wurden auch die noch aufgefundenen Grabsteine der inzwischen aufgelassenen Friedhöfe Ottensen, Grindel und Neuer Steinweg verbracht. An den Ursprungsorten erinnern Gedenksteine und Tafeln an die Vergangenheit.

Neuer Steinweg ehemaliger Friedhof
Gedenktafel für den Friedhof Grindel

Der bedeutendste Friedhof im Großraum Hamburg ist die Anlage an der Königstraße in Altona. Auf zwei Teilarealen finden sich 1800 Gräber portugiesisch - sefardischer Juden sowie rund 6000 Ruhestätten aschkenasischer Verstorbener.

In Langenfelde am Försterweg existiert ein kleinerer Friedhof, der 1887 von der orthodoxen jüdische Gemeinde Hamburgs angelegt wurde.

In Wandsbek an der Königsreihe war im Jahre 1637 ein jüdischer Friedhof entstanden. Hinzu kommt in der Jenfelder Straße ein kleines Gräberfeld, das von 1887 bis 1942 benutzt wurde.

In Bahrenfeld am Bornkampsweg hatte zwischen 1873 und 1939 die portugiesische Gemeinde in Altona zusammen mit der Hochdeutschen-Israelitischen Gemeinde einen eigenen Friedhof besessen.

Schließlich gehört auch der Friedhof an der Schwarzenbergstraße in Harburg  zu den Anlagen im Hamburger Stadtgebiet.